Qi Gong,
eine jahrtausendealte Bewegungs- und Haltungskunst
fördert Entspannung, verbessert die Körperhaltung – oder kann zu einer tiefen Achtsamkeitspraxis werden.
einige weitere Hinweise
Was ist Qi Gong?
Der Begriff Qi Gong entstand als Sammelbegriff für vielfältige Bewegungs- und Meditationsformen, die das Qi – die Lebenskraft – führen, leiten und pflegen.
So unterschiedlich die Formen auch sind – sie alle fördern ein Gleichgewicht zwischen Körper, Atem und Geist.
Aus diesem Zusammenspiel kann sich von selbst so etwas wie Stimmigkeit entfalten – eine innere Ruhe, die trägt. So kann das Qi – im Verständnis der chinesischen Kultur – frei fließen und dich von innen her stärken.
Meine Ausbildung am Centre Qi Gong hat mich gelehrt, der Weisheit zu folgen, die aus der Praxis selbst entsteht – dem, was sich im Üben zeigt.
Was sich entfalten kann, entsteht aus deiner Erfahrung – nicht so sehr aus meiner Anleitung.
Wie wirkt Qi Gong?
„Qi Gong wirkt wie das regelmäßige Gießen einer Pflanze – du merkst es daran, dass sie gedeiht."
Körperlich:
- mehr Beweglichkeit, Aufrichtung und Standfestigkeit
- gelöste Schultern, entspannter Nacken
- freierer Atem, bessere Durchblutung
psychisch-emotional
- innere Ruhe und Ausgeglichenheit
- gestärkte Regulationsfähigkeit
- Gefühl von Erdung und Sicherheit
mental:
- Klarheit und Präsenz
- wacher, gelassener Fokus
- zentrierte Aufmerksamkeit
Für wen ist Qi Gong geeignet?
Qi Gong eignet sich für dich, wenn du:
- mehr Beweglichkeit und Lebendigkeit spüren möchtest,
- innere Ruhe suchst, die dich auch im Alltag trägt,
- einen Weg suchst, körperliche und emotionale Balance zu finden.
Je nachdem, wo du gerade stehst, kann der Schwerpunkt unterschiedlich liegen:
- anfangs vielleicht auf Haltung und Beweglichkeit,
- später stärker auf Achtsamkeit,
- oder auf dem stimmigen Zusammenspiel von Körper und Gefühl (Emotionsregulation).
Worauf darf ich noch achten beim üben?
Entspannung, Ruhe, Natürlichkeit
- Sanfte Wachheit statt Schlaffheit. Gedanken dürfen kommen und gehen. Du folgst deinem natürlichen Rhythmus.
Das Qi folgt der Vorstellungskraft
- Aufmerksamkeit wirkt wie ein inneres Licht - Dort, wo sie ruht, entfaltet sich Lebendigkeit.
Bewegung und Ruhe folgen einander
- In der Stille fließt Bewegung, in der Bewegung wohnt Stille.
im rechten Maß üben
- Nicht zu viel, nicht zu wenig – die eigene Grenze wahrnehmen und freundlich weiten.
Oben leicht - unten geerdet und stabil
- Wie ein Baum - Wurzeln geben Halt, die Krone bleibt frei.
Schritt für Schritt
- Kein Ziel, kein Vergleich – nur Weg. Veränderung wächst wie ein Same, der zur rechten Zeit Wurzeln schlägt.
Wie Verläuft eine typische Qi Gong Einheit bei Dir?
1. Ankommen & In-die-Ruhe-Treten
- Du findest deinen Platz. Ein Moment des Innehaltens – spüren, wie du gerade da bist.
2. Vorbereitende Übungen
- Sanfte Übungen, die zunächst über den Körper führen und nach und nach innere Sammlung ermöglichen.
3. jeweilige Übungsform im choreografierten Ablauf
- Fließende Bewegungen verbinden sich mit Atem und Vorstellungskraft. So kann Wohlspannung entstehen, eine stille Kraft.
4. Vertiefen & Nachspüren
- Stille und Bewegung durchdringen einander. Du nimmst wahr: Wie stehe ich? Wie atme ich? Wo ist meine Aufmerksamkeit?
5. Ausklingen lassen
- Die Praxis kommt zur Ruhe. Du nimmst wahr, was sich verändert hat – oder einfach da sein darf.